Unsere Zimmer

Aufgrund der aktuellen und für uns derzeit nicht planbaren Corona-Situation und den auch seit Monaten weitesgehend ausbleibenden Anfragen für die kommende Wintersaison haben wir Ende September die Entscheidung getroffen, in der kommenden Wintersaison von November bis April KEINE Übernachtungen anzubieten und nur den Gastronomiebereich zu betreiben.


Historisches über die "Schmücke"

Gast- und Logierhaus mit historischem Hintergrund

historische Ansicht der SchmückeErstmalig erwähnt wurde die Schmücke im Jahre 1516. Damals war sie im Winter Schutzhaus und durch den sommerlichen Viehauftrieb auch Stallung. Es wurden Kühe und Pferde geweidet – 1811 zum Beispiel 64 Pferde. 1812 erhielt die Schmücke Gastrecht. Aber schon viele Jahre vorher wurden von den Pächtern Wanderer und Holzfäller, Jäger und Wilddiebe bewirtet. Damals hingen in der kleinen Wirtsstube dutzende Käfige mit Singvögeln. Der wohl bekannteste Pächter der Schmücke war Johann Friedrich Joel. Er lebte von 1792 bis 1852. 1843 übernahm er im Alter von 51 Jahren das Amt des Kreisers (Waldläufer und Forstaufseher) mit dem Viehhaus und der kleinen Gastwirtschaft auf der Schmücke. Er hatte für die Aufrechterhaltung der geltenden Ordnung und Vorschriften in den Wäldern zu sorgen, Viehhaltung und Viehzucht zu betreiben. Dazu kamen die Aufgaben der Gastwirtschaft. Aus dieser Zeit sind unzählige Anekdoten über den Schmücke-Joel bekannt.


Ludwig Bechstein schrieb 1858 über seinen Freund:

Wie ein Bacchus stand im Schlafrockkleide
fröhlich er vor seines Hauses Tür,
graue Locken waren sein Geschmeide
und er selbst der Schmücke Schmuck und Zier.

Heiterkeit umfloss wie Sonnenschimmer
seine vollen Wangen, seinen Blick –
Nimmer wich der Witz von ihm und nimmer
von dem alten dicken Freund zurück.

Mit der Schmücke ging es schnell aufwärts, seit der Joel dort Wirt wurde. In Ilmenau und Elgersburg wurden schicke Bäder eröffnet und Straßen über das Gebirge gebaut. Die Wanderer kamen in Scharen und es kam die Zeit, als man auf der Schmücke auch zünftig übernachten wollte, aber im ganzen Wirtshaus standen nur zwei Fremdenbetten zur Verfügung. Laut Überlieferung ließ der Joel zwei hochherrschaftliche Damen aus Gotha eine Nacht im frisch aufgeschütteten Heulager verbringen, nachdem seine Mägde friedlich schlummernd die Auslastung der beiden Gästebetten bewiesen hatten. Daraufhin wurde der Erweiterungsbau der Schmücke umgehend genehmigt und ausgeführt. 1851 wurde ein Neubau mit Logierzimmern errichtet – 1852 ein Speisesaal.

Dem herzoglichen Fiskus in Gotha blieb der Aufschwung auf der Schmücke nicht verborgen. Ein übereifriger Beamter kam eines Tages vorbei und wollte den Pachtzins verdoppeln. Komischerweise willigte der Joel ein. Das wunderte den Beamten dann doch. Und beim genauen Hinschauen in die Bücher gab es lange Gesichter: Der dicke Joel hatte seinerseits die Schmücke pachtfrei erhalten, nur damit er die ärmliche Wirtschaft überhaupt bewirtschaftete, damit war die Verdopplung des Pachtzinses für den schlitzohrigen Wirt kein Problem.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das nahe Oberhof zum exklusiven Erholungsort. Das hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Schmücke. Mit der Entwicklung des Wintersports kam auch die Wintersaison. Sogar ein eigenes Postamt wurde auf der Schmücke jetzt betrieben.

In den letzten Kriegstagen des 2. Weltkrieges wurde die Schmücke durch Beschuss stark beschädigt. Erst 1954/55 wurde das Hauptgebäude rekonstruiert und eine große Küche eingebaut. Bis zu 28 Gäste konnten in das Hauptgebäude einziehen. Später kamen weitere An- und Ausbauten dazu.